Huskuk und Ponter Draak! – Dem Niederrheiner aufs Maul geschaut! ;-)

Tach zusammen,

ursprünglich hatte ich wirklich vor, Euch die bekannte Drachensage über den Drachen, der Pont in Angst und Schrecken versetzt haben soll, in einer Audiodatei zur Verfügung zu stellen. Damit Ihr dem Niederrheiner nicht nur „aufs Maul schauen“ sondern dat Platt auch hören könnt. Aber die Version, die ich auf Kassette hatte, ist bedauerlicherweise den Weg alles Irdischen gegangen. Darüber hinaus bin ich leider nicht in der Lage den Text gleichzeitig in Punktschrift zu lesen und dabei aufzunehmen.

Die Drachenlegende ist gleichzeitig auch die Gründungslegende der Stadt Geldern, „Gelte“. Es gibt unterschiedliche Versionen des Gedichts. Unter dem folgenden Link findet Ihr das wohl bekannteste Gedicht im Ponter Platt von Heinrich van de Locht: https://sites.google.com/site/pontniederrhein/geschichte-3/drachensaage/de-draak-von-pont—nach-heinricht-van-de-locht-in-ponter-platt. Unter dem folgenden Link könnt Ihr lesen, was es mit dem Ort Pont und der Drachenlegende auf sich hat: https://sites.google.com/site/pontniederrhein/geschichte-3/drachensaage.

Das Gedicht, wie es uns mein Vater früher vorgetragen hat, habe ich nicht gefunden. Dass ich mich an den Vortrag nicht herangewagt habe, liegt auch daran, dass auch hier bei uns „an jeder Milchkanne“ etwas anders gesprochen wird. Das sind zwar nur Nuancen aber gerade bei Versmaß und Reimen fällt das doch auf. Da gilt, „Alle Bittsches bate! – Alle Kleinigkeiten machen etwas aus, sind bedeutsam!“ Und zuhause durften wir auf Geheiß meiner Großmutter, die aus Oberkassel bei Bonn stammte, kein Platt sprechen. Hier kommt zum Vergleich ein Link zu einer Version eines unbekannten Autors:

https://sites.google.com/site/pontniederrhein/geschichte-3/drachensaage/de-draak-von-pont—autor-unbekannt.
Dem aufmerksamen Leser der einen oder der beiden Versionen wird bereits das Schriftbild einen Eindruck des fließenden aber doch auch starken und spröden Zungenschlags vermitteln, der dem Niederländischen verwandter ist als den rheinischen Dialekten, die rheinabwärts gesprochen werden. Meine Großmutter bemühte sich zwar sehr uns über ihr Gerede die „rheinische Frohnatur“ von rheinabwärts „einzuimpfen“. Doch verschiedene Variationen des Niederrheinischen Urtons sind mir auf Lebenszeit im Gehörgang verankert. Und da ich jetzt wieder seit über zehn Jahren in der Region lebe, in der man morgens sieht, wer am Nachmittag zu besuch kommt, finden nach und nach doch immer mehr Begriffe der hiesigen Sprache den Weg bis auf die Zunge.

„Icm bin en Lecknüs!“ – Ich bin ein Leckermaul!“ Das gilt wie auch bei Felicias besonders für: „Huskuk!“, und zwar für alle Sorten von Lakritz. Lakritz ist übrigens eine der wenigen Süßigkeiten, die ich richtig gern esse. Ansonsten bin ich eine Scharfe! 😉 Ich könnte noch mehr Beispiele für Sätze uns Begriffe nennen, die sich allmählich in meinen alltäglichen Sprachgebrauch einschleichen. Das ist eine große Freude für mich.

In dieser Hinsicht hat Felicitas Glück und kann ihrem Namen, die Glückliche, dem Großvater sei Dank, ehre machen. Ihr wird kein Maulkorb angelegt. Und sie kennt mit Sicherheit mindestens eine Version der Drachenlegende und kann sie auswendig. Die Legende hat es übrigens auch zu einer gewissen Bekanntheit über die Region des Niederrheins hinaus, gebracht. So hat es die Sage auch in das Sagenbuch von Ludwig Bechstein geschafft. Hier könnt Ihr die Legende in hochdeutsch lesen:
https://sites.google.com/site/pontniederrhein/geschichte-3/drachensaage/gelre-gelre—bechstein-deutsches-sagenbuch.

Ich wünsche Euch viel Freude mit den verschiedenen Drachengedichten und anderer Lektüre, mit Euren, und wenn Ihr hier mal vorbei kommt, auch mit unserem Platt!

Liebe Grüße

Paula Grimm

P. S.: Und das ist der Link zum Ebook, in dem Ihr von Felicitas’ Abenteuern am Niederrhein lesen könnt.
https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&url=search-alias=digital-text&field-keywords=Felicitas,+Paula+Grimm.

Wochenschau des Felicitasblogs! – Vor allem ein großes Dankeschön!

Tach zusammen,

dienstags immer Wochenschau! – Die Woche verging wie im Flug. Und es gab viel zu tun. Und doch ist zumindest die Planung für den zweiten Teil der Felicitasreihe weitergegangen. Außerdem gibt es etwas Neues auf meiner Autorenseite bei Amazon:

http://www.amazon.de/-/e/B00KOR0UUY <http://www.amazon.de/-/e/B00KOR0UUY>. Es ist, wenn es gelungen sein sollte, ein kleines Foto von mir. Das soll man machen. „Ein Bild sagt mehr …!“ Ob das stimmt? . Und Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist!

Doch vor allem möchte ich diese Wochenschau nutzen, um mich herzlich zu bedanken. Denn anders als durch fleißiges Teilen meiner Inhalte, ist es nicht zu erklären, dass die Preisaktion für den ersten Band des Felicitasromans so erfolgreich war. Insgesamt wurden 349 Ebooks in den fünf Tagen heruntergeladen. Herzlichen Dank natürlich auch für die Downloads! 🙂

Inzwischen ist die Anzahl der Beiträge in diesem Blog schon zweistellig. Artikel rund um das Thema Niederrhein sind dabei in der Überzahl. „Aber zwei hab’ ich noch!“ Und die kommen in dieser Woche dazu, bevor ich dann endlich über andere Themen schreiben werde. In einem Post wird es um das Dorf Tannhuysen gehen, den Geburtsort von Felicitas, der eine Erfindung von meiner Wenigkeit ist. Und der zweite Beitrag befasst sich mit dem niederrheinischen Dialekt, Platt.

Ich wünsche Euch eine sehr schöne Zeit mit Blogartikeln und anderer schmackhafter Sommerlektüre!

Liebe Grüße

Paula Grimm

Verbeugung vor Hanns Dieter Hüsch und Grundwissen über die Spezies des Niederrheiners

Heute zieht ein Beitrag in den Felicitasblog ein, den ich kaum verändert habe. Er erschien am 17. Dezember 2014 auf http:/www.texthaseonline.com. Viele kleine Details machen gerade den ersten Band des Felicitasprojekts zu einer Hommage an den Niederrhein. Hier geht es zum Buch auf Amazon: https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&url=search-alias=digital-text&field-keywords=Felicitas,+Paula+Grimm. Und bei allem und trotz allem, was Felicitas erlebt, wundert es nicht, dass sie an den Niederrhein zurück will, oder? 😉

Tach zusammen,

so grüßt man bei uns am Niederrhein, wenn man nicht sagt: „einen Guten!“ Und durch wen wissen wir Niederrheiner und auch alle anderen über uns bescheid? Wir haben das Grundwissen über die Spezies des Niederrheiners und andere gesammelte Wahrheiten von Hanns Dieter Hüsch. Ganz viel über den Niederrheiner und andere wahre Kerne aus dem berufenen Mund von Hüsch und wissenswertes über Leben und Werk des Kabarettisten aus Moers findet Ihr unter dem Link: http://www.detlev-mahnert.de/huesch-nrz2005.html.

Hanns Dieter Hüsch

Ein „richtig runder Jahrestag“ war er nicht, der 06 Dezember 2014. Da hätte ich noch ein Jahr warten müssen. Denn Hanns Dieter Hüsch starb am 06. Dezember 2005 in Werfen im Alter von 80 Jahren. Geboren wurde er am 06. Mai 1925 in Moers am Niederrhein. Seit den frühen 50er Jahren arbeitete Hüsch nicht nur als literarischer Kabarettist, sondern auch als Kinderbuchautor, Rundfunksprecher, Synchronstimme etc. So sprach er z. B. Väter der Klamotte, war der Familienvater in der Serie goldener Sonntag und vieles mehr.

Er erhielt viele Kabarettpreise. Doch seine Texte und seine Vortragsart, mit denen er in poetischer Art politische Hintergründe in Alltagsbeschreibungen und in alltagsphilosophischer Betrachtungsweise aufsuchte und darstellte, brachte ihm auch sehr harte Kritikken ein.

So wurde er Ende der 60er Jahre auf Burg Waldeck und in Berlin nach Störungen von der Bühne gebuht. In dieser Zeit bezeichneten ihn seine Kritiker als „Kitschgemüt mit Goldbrokat“, das seine poetische Kraft einem „bourgeoisen Verniedlichungstrend“ opfere. In seinem Programm Enthauptungen rechnete Hanns Dieter Hüsch mit diesen Erfahrungen ab. Er trat danach eine Zeit lang nur in der Schweiz auf.

Zu seinen harten Kritikern gehörten später auch der Schriftsteller Eckhard Henscheid und der Kabarettist Georg schramm. Henscheid formulierte im Jahr 1986 einen Totalverriss von Werk und Person. Und Schramm bezeichnete Hüsch im Jahr 1991 bei einer Preisverleihung als „Vorleseopa“. Georg Schramm relativierte 17 Jahre später sein Urteil über Hüsch, was möglicherweise auch darauf zurückzuführen war, dass der Mann vom Niederrhein bei der Preisverleihung souverän und freundlich aber bestimmt darauf beharrt hatte, den Preis zu übergeben, wenn Schramm gewillt sein sollte, ihn entgegen zu nehmen.

Ausführliche Informationen über Leben und Werk von Hanns Dieter Hüsch findet Ihr unter dem folgenden Link bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Dieter_Hüsch#Werke_.28Auswahl.29.

Der Niederrhein ist überall, lautet ein Titel von Hanns Dieter Hüsch. und der Niederrhein war vor allem da, wo Hanns Dieter Hüsch war, getreu seiner Aussage, dass der Niederrheiner keiner Fliege was zu Leide tut. Denn Lebenszugewandtheit und Menschenfreundlichkeit gehörten zur Wesensart des Künstlers Hanns Dieter Hüsch. Davon legen Titel wie, Du kommst auch drin vor oder wir sehen uns wieder, Zeugnis ab. So betrachtete und kommentierte Hüsch seine Mitmenschen mit einen Blick durch eine alltagsweise Brille und mit Augenzwinkern. Doch wer Menschen liebt und Menschlichkeit achtet und verteidigt, der kann auch anders und hat ein gutes Gespür für gesellschaftliche und politische Stimmungen, die die Menschlichkeit bedrohen. Das Zeigt beispielsweise der folgende Text:

„Kennst Du diese plötzlichen Sekunden

wenn Dir einfällt, dass Du sterben musst
Siegessicher gehst Du durch die Stunden
doch auf einmal wird es Dir bewusst

Und Du fragst Dich, wie das wohl gehen wird
welches Wort als letztes Wort Du sagst
Wer zuletzt an Deiner Seite stehen wird
ob Du tapfer, oder ob Du klagst

Dann bald ist Obduktion im Café Größenwahn
schnell die nächste Leiche auf den Tisch
dann wird aufgemacht und dann wird nachgedacht
dann wieder zugemacht und sich kaputtgelacht

Denn in jeder Leiche ist ein Kind versteckt
das nach Zukunft fragt und nach Frühling schmeckt
und sich dann erschreckt

Und dann kommen all‘ die flotten Leute
rufen „hören Sie doch damit auf“
so ein Quatsch, denn heut‘ ist schließlich heute
kommt! Wir machen schnell noch einen drauf

Und dann findet man noch einen Frühstücksrest
vom Oktoberfest, der sich sehen lässt
Herr, war das ein Fest!

Und dann kommen auch die großen Tröster
mit den neuesten Plänen in der Hand
dann wird diskutiert und dann wird reflektiert
und danach konstatiert, dass man Dich angeschmiert

Und dann findet man noch einen Augenblick
eine Spur vom Glück und ein Silberstück
doch das liegt weit zurück

Und dann findet man noch einen Trennungsgrund
zwischen Herz und Mund
ziemlich schmal und rund

doch sonst war er gesund“

Grundwissen über die Spezies des Niederrheiners

Und da behaupte noch einer, dat so’ne Region nich’ prägt!
„Nee, nee, an den Niederrhein, da musse schon viel Gemüt mitbringen. Wie sach ich immer: Internationales Gemüt, denn speziell der Niederrheiner stammt ja von allen Menschen ab. Dat hab ich schon mal in Kleve vor Jahren in einem Vortrag gesacht.
Also gut: Die Schönheit des Niederrheins, mein ich immer, dat is nich sone Angelegenheit, so wie man sacht, Gott is die Frau schön. Das geht tiefer. Dat krisse fast gar nich raus, warum dat so is. Auf den ersten Blick schon gar nicht. Muss ja auch nicht sein, sach ich immer, dat wär ja ne langweilige Schönheit. Nein, der Niederrhein will angeguckt werden. Und dann beginnt die große Liebe. Dat is dat Geheimnis des Niederrheins. Un wer einmal am Niederrhein war, der kommt wieder.

Da jagen sich die Rätsel: Warum is hier nix los un doch alles los. Un wo anders is alles los, un gar nix los. Der Niederrhein, denk ich immer, macht einem nix vor. Da gibbet keine kalkulierte Romantik, sondern eine Musik aus Vergessen und Erinnern, un da draus entsteht das Gefühl am Ende der Welt, am Ende aller Tage zu sein. Und aus dem Altrhein bei Xanten tauchen prustend alle Vorfahren auf, als hätten sie sich verschwommen. Wer Phantasie studieren möchte, der sollte ein paar Semester an den Niederrhein kommen und dann als Lohengrin wieder in die große Welt fahren. Burgen gibt´s. Schlösser gibt´s und Wasserschlösser, Windmühlen und Wassermühlen, Kirchturmspitzen, Fähren und Inseln, Kunst im Schloss Moyland, Karneval in Keppeln, und komm mir nun keiner, und sach, er sei nicht genannt worden.

Der Niederrheiner ist überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären. Umgekehrt: Wenn man ihm etwas erklärt, versteht er nichts, sagt aber dauernd: Is doch logisch. Und wenn er keinen Ausweg mehr weiß, steigert er sich in eine ungeheure Assoziationskette hinein. Er kann zum Beispiel in wenigen Sätzen von Stefan Askenase, dem berüchtigten Chopinspieler, auf die Narkoseschwester Gertrud kommen.
In Homberg am Niederrhein, da sagt man nämlich nicht: „Nimm Platz“, sondern da sagt man: „Geh sitzen“. Dat is zwar krummes Deutsch, geh ma auf de Bank sitzen, aber sowat von gemütstief, kriegen se später nie wieder, nie.

Wenn ich mir heute ein Jugendbildnis von Joseph Beuys anseh, das mit dem weißen Hemd und dem offenen Kragen, wo er so vor sich hinblickt, das ist das niederrheinische Auge, das bis in die letzten Winkel der Welt sieht.

Die meisten Niederrheiner sind ja auch durch de Bank schwermütig. Also nicht durch de Bank, obwohl manche sind auch durch de Bank schwermütig.

Wir sind unsere eigenen Philosophen. Und wenn der Rheinländer auf die Frage „Wie isset?“ „Gut“ sagt, dann sagt der Niederrheiner: „Wie sollet sein?“ Ja, aus uns krisse so schnell nix raus.
Das ist ja der Choral des Niederrheiners: Wat willze machen. An sonem Tag biss einfach aufgeschmissen, und dann ist der Niederrheiner auch noch aggressiv gehemmt.

Wenn der Niederrheiner mal ausnahmsweise etwas weiß, dann weiß er dat aber auch ganz fest bis an sein Lebensende, bis in alle Ewigkeit. Auch wenn et gar nich stimmt. Un meistens stimmt et nich.
Die einen haben et und die anderen müssen et erfinden. Ich sag, Herr Pastor, wat am Niederrhein nich alles schon erfunden worden is in der Hinsicht, nur um sich über Wasser zu halten, da müssten Sie drei mal am Tag predigen, um dat alles unterzubringen.
Da gibbet am Niederrhein Hunderte von. Alles Verrückte, die keiner Fliege was zuleide tun. Höchstens sich selbst.

Sagte ich später zu meiner Frau: Warum ich da in aller Ruhe sitzen wollte und immer „ja natürlich“ gesagt habe und die Welt über mich ergehen ließ. Scheusal, sagte meine Frau. Ja natürlich, sagte ich. Der Niederrheiner ist eben der Mongole unter den Rheinländern.
Der Niederrheiner braucht ja eigentlich nur sich, mehr muss dat gar nicht sein, weil de so viel mit sich selbst zu tun hat, von morgens bis abends. Da kommt der auf dem flachen Land gar nicht zu Ruhe, weil de ewig am bosseln un am prakesieren un am rennen is, aus de Küch innet Krankenhaus, dann auf en Kirchhof und dann wieder zurück inne Küch.
Ein Schluri, weil ich hab de Kopp zu voll. So sagt man auf Niederrömisch. So haben die alten Römer früher am Niederrhein gesprochen.

Er möchte unauffindbar sein, sagt er immer, damit er seine völlig Ruhe hätte. Davon hätte er schon als Kind geträumt, am unteren Niederrhein möchte er unauffindbar sein. Hat er an der Theke von Hein Lindemann allen verkündet: unauffindbar. Da hamwer alle ganz bedöppelt ausgesehn.
Also dann Gruß zu Haus un Tach zusammen Hanns Dieter Hüsch, Zitat- Auswahl von Karen Kliem aus: „Zugabe“ (Köln 2003), „Mein Traum vom Niederrhein“ (Duisburg 1996), „Und sie bewegt mich doch“ (Mainz.“

„Und nur der Vollständigkeit halber sei gesacht, wat meine Patin immer sachte, dat die Leute im Rheinland, in Köln, Bonn und so alles noch viel besser erklären können, wat se nicht. wissen. Un’ die musste et wissen, die is’ en gutes Stück den Rhein ‚raufgekommen als wissenschaftliche Bibliothekarin an der Universität zu Köln, oder wie se se jetzt‘ nennen.“😉
Meine Patin hat wie Hanns Dieter Hüsch das Gymnasium Adolfinum in Moers besucht ist aber zwei Jahre jünger.

Ich hoffe, Ihr findet ganz viel Material zum Schmunzeln und Nachdenken von Hanns Dieter Hüsch und könnt damit Eure Buchschatztruhen und die Hörbar füllen!

Liebe Grüße

Paula Grimm

P. S.: Zwei hab’ ich da noch:

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Kleine Verbeugung vor Hanns Dieter Hüsch und Grundwissen über die Spezies des Niederrheine rs
Veröffentlicht am 17. Dezember 2014
von Texthase Online

Tach zusammen,

so grüßt man bei uns am Niederrhein, wenn man nicht sagt: „einen Guten!“ Und durch wen wissen wir Niederrheiner und auch alle anderen über uns bescheid? Wir haben das Grundwissen über die Spezies des Niederrheiners und andere gesammelte Wahrheiten von Hanns Dieter Hüsch. Ganz viel über den Niederrheiner und andere wahre Kerne aus dem berufenen Mund von Hüsch und wissenswertes über Leben und Werk des Kabarettisten aus Moers findet Ihr unter dem Link: http://www.detlev-mahnert.de/huesch-nrz2005.html.

Hanns Dieter Hüsch

Ein „richtig runder Jahrestag“ war er nicht, der 06 Dezember 2014. Da hätte ich noch ein Jahr warten müssen. Denn Hanns Dieter Hüsch starb am 06. Dezember 2005 in Werfen im Alter von 80 Jahren. Geboren wurde er am 06. Mai 1925 in Moers am Niederrhein. Seit den frühen 50er Jahren arbeitete Hüsch nicht nur als literarischer Kabarettist, sondern auch als Kinderbuchautor, Rundfunksprecher, Synchronstimme etc. So sprach er z. B. Väter der Klamotte, war der Familienvater in der Serie goldener Sonntag und vieles mehr. Er erhielt viele Kabarettpreise. Doch seine Texte und seine Vortragsart, mit denen er in poetischer Art politische Hintergründe in Alltagsbeschreibungen und in alltagsphilosophischer Betrachtungsweise aufsuchte und darstellte, brachte ihm auch sehr harte Kritikken ein.

So wurde er Ende der 60er Jahre auf Burg Waldeck und in Berlin nach Störungen von der Bühne gebbuht. In dieser Zeit bezeichneten ihn seine Kritiker als „Kitschgemüt mit Goldbrokat“, das seine poetische Kraft einem „bourgeoisen Verniedlichungstrend“ opfere. In seinem Programm Enthauptungen rechnete Hanns Dieter Hüsch mit diesen Erfahrungen ab. Er trat danach eine Zeit lang nur in der Schweiz auf. Zu seinen harten Kritikern gehörten später auch der Schriftsteller Eckhard Henscheid und der Kabarettist Georg schramm. Henscheid formulierte im Jahr 1986 einen Totalverriss von Werk und Person. Und Schramm bezeichnete Hüsch als „Vorleseopa“ als dieser ihm im Jahr 1991 Georg Schramm relativierte 17 Jahre später sein Urteil über Hüsch, was möglicherweise auch darauf zurückzuführen war, dass der Mann vom Niederrhein bei der Preisverleihung souverän und freundlich aber bestimmt darauf beharrt hatte, den Preis zu übergeben, wenn Schramm gewillt sein sollte, ihn entgegen zu nehmen. Ausführliche Informationen über Leben und Werk von Banns Dieter Hüsch findet Ihr unter dem folgenden Link bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Dieter_Hüsch#Werke_.28Auswahl.29.

Der Niederrhein ist überall, lautet ein Titel von Hanns Dieter Hüsch. und der Niederrhein war vor allem da, wo Hanns Dieter Hüsch war, getreu seiner Aussage, dass der Niederrheiner keiner Fliege was zu Leide tut. Denn Lebenszugewandtheit und Menschenfreundlichkeit gehörten zur Wesensart des Künstlers Hanns Dieter Hüsch. Davon legen Titel wie, Du kommst auch drin vor oder wir sehen uns wieder, Zeugnis ab. So betrachtete und kommentierte Hüsch seine Mitmenschen mit einen Blick durch eine alltagsweise Brille und mit Augenzwinkern. Doch wer Menschen liebt und Menschlichkeit achtet und verteidigt, der kann auch anders und hat ein gutes Gespür für gesellschaftliche und politische Stimmungen, die die Menschlichkeit bedrohen. Das Zeigt beispielsweise der folgende Text:

„Kennst Du diese plötzlichen Sekunden

wenn Dir einfällt, dass Du sterben musst
Siegessicher gehst Du durch die Stunden
doch auf einmal wird es Dir bewusst

Und Du fragst Dich, wie das wohl gehen wird
welches Wort als letztes Wort Du sagst
Wer zuletzt an Deiner Seite stehen wird
ob Du tapfer, oder ob Du klagst

Dann bald ist Obduktion im Café Größenwahn
schnell die nächste Leiche auf den Tisch
dann wird aufgemacht und dann wird nachgedacht
dann wieder zugemacht und sich kaputtgelacht

Denn in jeder Leiche ist ein Kind versteckt
das nach Zukunft fragt und nach Frühling schmeckt
und sich dann erschreckt

Und dann kommen all‘ die flotten Leute
rufen „hören Sie doch damit auf“
so ein Quatsch, denn heut‘ ist schließlich heute
kommt! Wir machen schnell noch einen drauf

Und dann findet man noch einen Frühstücksrest
vom Oktoberfest, der sich sehen lässt
Herr, war das ein Fest!

Und dann kommen auch die großen Tröster
mit den neuesten Plänen in der Hand
dann wird diskutiert und dann wird reflektiert
und danach konstatiert, dass man Dich angeschmiert

Und dann findet man noch einen Augenblick
eine Spur vom Glück und ein Silberstück
doch das liegt weit zurück

Und dann findet man noch einen Trennungsgrund
zwischen Herz und Mund
ziemlich schmal und rund
doch sonst war er gesund“

Grundwissen über die Spezies des Niederrheiners

Und da behaupte noch einer, dat so’ne Region nich’ prägt!
„Nee, nee, an den Niederrhein, da musse schon viel Gemüt mitbringen. Wie sach ich immer: Internationales Gemüt, denn speziell der Niederrheiner stammt ja von allen Menschen ab. Dat hab ich schon mal in Kleve vor Jahren in einem Vortrag gesacht.
Also gut: Die Schönheit des Niederrheins, mein ich immer, dat is nich sone Angelegenheit, so wie man sacht, Gott is die Frau schön. Das geht tiefer. Dat krisse fast gar nich raus, warum dat so is. Auf den ersten Blick schon gar nicht. Muss ja auch nicht sein, sach ich immer, dat wär ja ne langweilige Schönheit. Nein, der Niederrhein will angeguckt werden. Und dann beginnt die große Liebe. Dat is dat Geheimnis des Niederrheins. Un wer einmal am Niederrhein war, der kommt wieder.
Da jagen sich die Rätsel: Warum is hier nix los un doch alles los. Un wo anders is alles los, un gar nix los. Der Niederrhein, denk ich immer, macht einem nix vor. Da gibbet keine kalkulierte Romantik, sondern eine Musik aus Vergessen und Erinnern, un da draus entsteht das Gefühl am Ende der Welt, am Ende aller Tage zu sein. Und aus dem Altrhein bei Xanten tauchen prustend alle Vorfahren auf, als hätten sie sich verschwommen. Wer Phantasie studieren möchte, der sollte ein paar Semester an den Niederrhein kommen und dann als Lohengrin wieder in die große Welt fahren. Burgen gibt´s. Schlösser gibt´s und Wasserschlösser, Windmühlen und Wassermühlen, Kirchturmspitzen, Fähren und Inseln, Kunst im Schloss Moyland, Karneval in Keppeln, und komm mir nun keiner, und sach, er sei nicht genannt worden.
Der Niederrheiner ist überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären. Umgekehrt: Wenn man ihm etwas erklärt, versteht er nichts, sagt aber dauernd: Is doch logisch. Und wenn er keinen Ausweg mehr weiß, steigert er sich in eine ungeheure Assoziationskette hinein. Er kann zum Beispiel in wenigen Sätzen von Stefan Askenase, dem berüchtigten Chopinspieler, auf die Narkoseschwester Gertrud kommen.
In Homberg am Niederrhein, da sagt man nämlich nicht: „Nimm Platz“, sondern da sagt man: „Geh sitzen“. Dat is zwar krummes Deutsch, geh ma auf de Bank sitzen, aber sowat von gemütstief, kriegen se später nie wieder, nie.
Wenn ich mir heute ein Jugendbildnis von Joseph Beuys anseh, das mit dem weißen Hemd und dem offenen Kragen, wo er so vor sich hinblickt, das ist das niederrheinische Auge, das bis in die letzten Winkel der Welt sieht.
Die meisten Niederrheiner sind ja auch durch de Bank schwermütig. Also nicht durch de Bank, obwohl manche sind auch durch de Bank schwermütig.
Wir sind unsere eigenen Philosophen. Und wenn der Rheinländer auf die Frage „Wie isset?“ „Gut“ sagt, dann sagt der Niederrheiner: „Wie sollet sein?“ Ja, aus uns krisse so schnell nix raus.
Das ist ja der Choral des Niederrheiners: Wat willze machen. An sonem Tag biss einfach aufgeschmissen, und dann ist der Niederrheiner auch noch aggressiv gehemmt.
Wenn der Niederrheiner mal ausnahmsweise etwas weiß, dann weiß er dat aber auch ganz fest bis an sein Lebensende, bis in alle Ewigkeit. Auch wenn et gar nich stimmt. Un meistens stimmt et nich.
Die einen haben et und die anderen müssen et erfinden. Ich sag, Herr Pastor, wat am Niederrhein nich alles schon erfunden worden is in der Hinsicht, nur um sich über Wasser zu halten, da müssten Sie drei mal am Tag predigen, um dat alles unterzubringen.
Da gibbet am Niederrhein Hunderte von. Alles Verrückte, die keiner Fliege was zuleide tun. Höchstens sich selbst.
Sagte ich später zu meiner Frau: Warum ich da in aller Ruhe sitzen wollte und immer „ja natürlich“ gesagt habe und die Welt über mich ergehen ließ. Scheusal, sagte meine Frau. Ja natürlich, sagte ich. Der Niederrheiner ist eben der Mongole unter den Rheinländern.
Der Niederrheiner braucht ja eigentlich nur sich, mehr muss dat gar nicht sein, weil de so viel mit sich selbst zu tun hat, von morgens bis abends. Da kommt der auf dem flachen Land gar nicht zu Ruhe, weil de ewig am bosseln un am prakesieren un am rennen is, aus de Küch innet Krankenhaus, dann auf en Kirchhof und dann wieder zurück inne Küch.
Ein Schluri, weil ich hab de Kopp zu voll. So sagt man auf Niederrömisch. So haben die alten Römer früher am Niederrhein gesprochen.
Er möchte unauffindbar sein, sagt er immer, damit er seine völlig Ruhe hätte. Davon hätte er schon als Kind geträumt, am unteren Niederrhein möchte er unauffindbar sein. Hat er an der Theke von Hein Lindemann allen verkündet: unauffindbar. Da hamwer alle ganz bedöppelt ausgesehn.
Also dann Gruß zu Haus un Tach zusammen Hanns Dieter Hüsch, Zitat-Auswahl von Karen Kliem aus: „Zugabe“ (Köln 2003), „Mein Traum vom Niederrhein“ (Duisburg 1996), „Und sie bewegt mich doch“ (Mainz.“

„Und nur der Vollständigkeit halber sei gedacht, wat meine Patin immer sacht, dat die Leute im Rheinland, in Köln, Bonn und so alles noch viel besser erklären können, wat se nicht. wissen. Un’ die musst wissen, die is’ en gutes Stück den Rhein ‚raufgekommen als wissenschaftliche Bibliothekarin an der Universität zu Köln, oder wie se se jetzt‘ nennen.“😉
Meine Patin hat wie Hanns Dieter Hüsch das Gymnasium Adolfinum in Moers besucht ist aber zwei Jahre jünger.

Ich hoffe, Ihr findet ganz viel Material zum Schmunzeln und Nachdenken von Hanns Dieter Hüsch und könnt damit Eure Buchschatztruhen und die Hörbar füllen!

!

Liebe Grüße vom linken Niederrhein

Paula Grimm

P. S.: Zwei hab’ ich da noch:

Offizielle Homepage von Hanns Dieter Hüsch: http://www.huesch.org Treffpunkt und Gästebuch für alle: http://www.huesch.info

Buchaktion: Felicias: Die ersten sieben Leben eines Pumas kostenfrei bei Amazon

Guten Tag Ihr Lieben,

von heute bis Mittwoch den 13. Juli könnt Ihr den ersten Felicitasroman kostenfrei bei Amazon als Ebook bekommen. Hier geht’s zum Buch:

https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&url=search-alias=digital-text&field-keywords=Felicitas,+Paula+Grimm. Ich freue mich, wenn Ihr diese Information auch weiterleitet. Ein sehr schönes Wochenende wünsche ich Euch und ganz viel Lesevergnügen!

Liebe Grüße
Paula Grimm

Im Zeichen des Pumas: Felicitas‘ Krafttier

Guten Tag Ihr Lieben,

ich hatte versprochen Hintergrundinformationen über die Arbeit zu posten und auch von dem zu schreiben, was interessant ist aber vielleicht nicht in den Felicitasroman eingefügt werden kann.
Ich bin gefragt worden, wie es dazu kam, dass Felicitas ein Krafttier hat, warum es ein Pumaweibchen ist, und warum sich dieses Tier Tamara Sänft häufiger zeigt.

Als ich mir Felicitas zum ersten mal vorgestellt habe, kam direkt der Eindruck auf, dass sie einen tierischen Begleiter hat. Die verschiedenen Indianerstämme in Nord- Mittel- und Südamerika sind davon überzeugt, dass Menschen und Tiere in alter Zeit einandern noch so verwandt waren, dass sie miteinander ungehindert sprechen konnten. Die Mythen darüber, wie es dazu kam, dass diese Kommunikation meist nicht mehr möglich ist, sind sehr unterschiedlich. Aber die Indianer glauben inzwischen, dass oft nur noch di Schamanen mit den Tieren sprechen können, und dass jeder von ihnen ein eigenes Krafttier hat, dass ihn schützt und besondere Fähigkeiten schenkt.
Vor allem von den Indianern Kanadas weiß man, dass sie immer noch glauben, dass Tiere sich besonderen Menschen in bestimmten Situationen nach wie vor offenbaren, um sie zu warnen, zu trösten oder ihnen Kraft zu geben. Gerade Wölfe sollen sich einzelnen Menschen annähern, obwohl sie normalerweise besonders menschenscheu sind. Ich verstehe das so, dass besonders aufgeschlossene Menschen wie eben Felicitas aus dem Kontakt mit der klaren Vorstellung mit einem Krafttier verbunden zu sein, Lebensqualität schöpfen können.
Ursprünglich hatte ich rein intuitiv daran gedacht, dass Felicitas ein Pumaweibchen als Krafttier hat. Doch inzwischen weiß ich, dass das genau die richtige Idee war.
Das Wort Puma stammt aus der Sprache Quechua der Inkas. Die Tiere werden auch als Silber- oder Berglöwen bezeichnet, da ihr dunkles Fell oft einen silbrigen Glanz hat, und da sie in Bergregionen heimisch sind.Der Puma ist schnell, geschickt und stark. Aber wer den Puma als Krafttier hat, ist auch besonders sensibel und seine Seele kann leicht verletzt werden. Menschen, deren Krafttier der Puma ist, können ihre Kräfte und Fähigkeiten leicht in der Natur stärken oder wieder herstellen. Sie müssen sich um ihr Selbstvertrauen bemühen, können sich aber auch auf ihre unterschiedlichen Kräfte verlassen. Als geduldige Einzelgänger sind sie stille Beobachter, die aber nach Bedarf plötzlich angreifen können. Im Zeichen des Pumas ist die Aufgabe nicht zu sehr zu vereinsamen und Strategien zu entwickeln, welche Menschen und weltlichen Aspekte aufgeschlossen begegnet werden kann. Informationen, Bilder und Klänge über und von Pumas sowie über andere Krafttiere findet Ihr z. B. hier: http://www.schamanische-krafttiere.de/krafttier-puma.html.
Pumas sind große Katzen. Und Katzen haben, so sagt man, neun Leben, da sie über Zähigkeit und einen starken Überlebenswillen verfügen. An welche Ereignisse Felicitas und ihr Puma die ersten sieben Leben verloren haben, werdet Ihr im Verlauf des Felicitasromans lesen können.
Und jetzt geht es nur noch um die Frage, warum der Puma auch bei Tamara auftaucht. Da Felicitas angekündigt hat, dass sie wieder kommen will, da noch alte Sachen aufzuarbeiten sind, zeigt sich das Tier immer wieder da, wo Felicitas gelebt hat, und wohin sie zurückkommen möchte. Das gehört sozusagen zum Revier des Pumas. Felicias hat ihrer tierischen Gefährtin den Namen Salvadorsa, die Beschützerin gegeben.
Liebe Grüße
Paula Grimm
PS auch bei http://www.wirkendekraft.at/ gibt es interessante Aspekte über Krafttiere! ]
Zu Felicias: Die ersten sieben Leben bei Publishing direkt von Amazon geht es unter dem Link: http://www.amazon.de/dp/B01HP04Y5O

Felicitas: Die ersten sieben Leben eines Pumas beim Kindlestoryteller2016

Guten Tag Ihr Lieben,

der erste Roman des Felicitasprojekts ist jetzt als Ebook verfügbar. Ich habe mich dazu entschieden, mit diesem Projekt am Kindlestoryteller2016 teilzunehmen. Hier könnt ihr lesen, was in der Kurzvorstellung steht.

Klappentext
Im Juli des Jahres 2012 kauft die Journalistin und Autorin Tamara Sänft ein Haus in Tannhuysen am Niederrhein. Dort findet sie das Tagebuch von Felicitas Haechmanns aus dem Jahr 1990. Direkt nachdem Tamara die Kladde ergriffen hat, spürt sie die magische Anziehungskraft, die von diesem Band ausgeht, noch bevor sie ein Wort gelesen hat. Als sie das Buch fasziniert in der Hand hält, erscheinen Felicitas’ und ihr Krafttier, ein Pumaweibchen, um Tamara davor zu warnen dieser Geschichte habhaft werden zu wollen. Sie ignoriert diese Zeichen. Und die beiden Zeitungsartikel, die sie in der Kladde findet, spornen sie an, diese Geschichte abzuschreiben und unter dem eigenen Namen als Roman zu veröffentlichen. Denn diese beiden Ausschnitte scheinen einfach nur ein Garant für eine spannende Geschichte zu sein: „Brutale Vergewaltigung an der Bushaltestelle Jungfernweg
Wie die örtliche Kriminalpolizei mitteilt, wurde am Mittwoch dem 16. März gegen 19.10 Uhr die siebzehnjährige Friseurin Terese Haechmanns an der Bushaltestelle Jungfernweg in Tannhuysen brutal überfallen und vergewaltigt. Sie wurde, nachdem sie an der Bushaltestelle ausgestiegen war, von drei Männern mit Vogelmasken überfallen und zumindest von einem der Männer hinter dem Bushäuschen vergewaltigt. Der Mann trug eine Taubenmaske. Seine beiden Helfershelfer sollen eine Papageien- und eine Spatzenmaske getragen haben. Das erklärten die Geschädigte und Richard Bongartz, der zufällig mit dem Fahrrad am Tatort vorbei kam, und dem es zumindest gelang die Täter in die Flucht zu schlagen. Bislang konnten die Täter nicht ermittelt werden. Tannhuysener Gemeindeblatt: . 1978 1. Kalenderwoche
Wir sind glücklich über die Geburt von Felicitas Haechmanns, geboren am 28.12.1977 um 19.28 Uhr in Tannhuysen. Herzlich willkommen, Fee! Terese, Isabel und Heinrich Haechmanns.“

Tamara Sänft bekommt durch Felicitas’ Aufzeichnungen und durch die Verwicklungen der Ereignisse aus der Vergangenheit mit ihrem Leben tatsächlich eine überaus spannende Geschichte, die die Geheimnisse aus den Jahren 1977 bis 1990 enthüllen. Aber sie wird dieser Geschichte und Felicitas Haechmanns nicht Herr, wie sie es geplant hat. So muss sie unter anderem einsehen, dass ihr Mann, Sigmund Sänft, mehr als ein dunkles Geheimnis hat.

Unter dem folgenden Link findet Ihr das Buch im Kindleshop: http://www.amazon.de/dp/B01HP04Y5O.

Liebe Grüße

Paula Grimm