Kirmes in Tannhuysen und ein digitales Geschenk an die Leser

Guten Tag Ihr Lieben,

heute ist ein guter Tag, um endlich diesen Blog wieder zu beleben. Denn ab heute ist Kirmes in Tannhuysen und die Felicitas und ich wir gehen hin.

Und aller guten Dinge sind drei. Deshalb gehen wir heute zur Eröffnung des Zeltes, morgen Abend zum Königsball und am Dienstagabend zum bitteren Ende der diesjährigen Kirmes. – Warum bitteres Ende? – Am Dienstagabend wird die Kirmespuppe verbrannt, nachdem ihr zuvor der Prozess in plattdeutscher Sprache gemacht werden wird. Und sie verliert immer. Denn ihr wird alles, was vor und nach der Kirmes 2018 nicht so recht oder gar nicht funktioniert hat, zur Last gelegt. Welchen Namen ihr der Verein, der in diesem Jahr die Schirmherrschaft über die Kirmes hat, wohl geben wird? Das erfahren wir, wenn sie heute Abend feierlich beim Eingang des Festzelts aufgehängt wird. Heißt sie vielleicht Lilleke Lecknüs „freches Leckermaul“ oder quoate Frätpass „Dreister Fresssack?“ Wir werden es erfahren und dabei sein, denn Felicitas hat in Tannhuysen einen Hundeverein gegründet und hat als Vorsitzende 15 Karten für das Zelt gekauft. Und ich darf mit einer dieser Karten auch an allen drei Tagen dabei sein.

Wir werden eine schöne Zeit mit gutem Essen und viel Spaß haben. Und wir sind froh, dass es nicht mehr ganz so heiß ist, am linken Niederrhein. Und da wir uns so freuen, und da Sommer ist, haben wir uns die digitale Sommeraktion ausgedacht.

Vom 13. August bis zum 23. August könnt Ihr die digitalen Versionen des Romans Felicitas kostenfrei auf http://www.xinxii.com herunterladen. Der Code für das Ebook lautet: BB3E230247.
Und der kostenlose Download der hervorragenden Lesung des Buches des Romans erhaltet Ihr mit dem Code: 89B305A4ED. Wir freuen uns, wenn Ihr diesen Beitrag fleißig teilt oder selbst vom digitalen Sommer Gebrauch macht und wünschen Euch eine schöne Spätsommerzeit!

Liebe Grüße

Felicitas Haechmanns und Paula Grimm
P. S.: Auf Kalorien wird in den nächsten Tagen natürlich nicht geachtet!

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Dichtung und Wahrheit über Tannhuysen

Guten Tag Ihr Lieben,

streng betrachtet ist Tannhuysen, Felicitas’ Geburtsort, wirklich ein Ort wie er nur im Buche, im Felicitasprojekt, steht, denn über Googlemaps oder auf einer herkömmlichen Landkarte ist das Dorf nicht zu finden. Doch gerade Orte, die man als Autor oder Maler schafft, brauchen einen handfesten und nicht zu kleinen wahren Ortskern, um wenigstens im Geist des Kreativen und der Leser oder Betrachter existieren zu können. In diesem Beitrag geht es um den realen kern von Tannhuysen. Schließlich muss das Dorf in gewisser Weise mehrere Jahrzehnte für Felicitas, ihre Freunde, Feinde und Verwandten bestehen.

Ich habe Tannhuysen erfunden, obwohl es auch im Blindflug ein Leichtes gewesen wäre, einen Ort am Niederrhein zum Ort der Geschehnisse des Felicitasprojekts zu machen. Aber ich wollte den Leuten aus Schaephuysen, Sevelen, Issum oder Holthuysen Leute wie Felicitas’ halbe Onkel, ihre Cousins etc. nicht „ins Nest“ legen. und auch Nachfragen nach den Ereignissen, die sich von 1977 bis in unsere Tage zutragen, sollen den Einwohnern der Region erspart bleiben.

Im Ortsnamen Tannhuysen stecken die Tanne und die Häuser. Tannen gehören nicht gerade zum typischen Baumbestand der Region, in dem vor allem Pappeln, Kopfweiden und verschiedene Obstbäume in den immer noch vorhandenen Baumgärten heimisch sind. Aber zusätzlich zu den Mischwäldern und einem der größten mitteleuropäischen Urwald, dem Reichswald, gibt es tatsächlich auch Tannen. So gab es in der Nähe meines Elternhauses einen winzigen Tannenwald mit höchstens 150 bis 200 Bäumen.

Tannhuysen hat etwa 5000 Einwohner, die St. Johanneskirche und im Ortskern einige Geschäfte. Erwähnt werden das Schreibwarengeschäft der Lenkers, in dem es auch einige Spielwaren und ein Fax gibt und die Apotheke, in der Felicitas im Kapitel Wasserspiegel einen Schwangerschaftstest kaufen muss. Es gibt eine Volksbank, eine Eisdiele und ein Beerdigungsinstitut, den Friseursalon von Felicitas’Mutter nicht zu vergessen. Das alles konnte man bis weit in die neunziger Jahre in größeren Dörfern finden.

Und da ist noch die Tannhuysenburg. Für dieses Gebäude aus den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es in meinem Geburtsort, Seelen, ein Vorbild. Allerdings wurde das Gebäude, das wir die Burg nannten, weil es einen Turm hatte und ziemlich protzig wirkte, bereits Mitte der siebziger Jahre abgerissen, nachdem man es eine Zeit lang leer gestanden hatte. Auch bei dieser Burg war ursprünglich wie in Tannhuysen ein Freibad gewesen, ein kleiner Grundwassersee. In Tannhuysen ist das alles einige Nummern größer. Die Burg wird immer wieder renoviert und umgebaut, dient später als Hotel und stand nie leer.

Tannhuysen hat alles, was ein Dorf am Niederrhein hat, was typisch ist. Die meisten Häuser sind aus roten Klinkern, maximal zweistöckig, ganz oder teilweise unterkellert und verfügen meist über einen Speicher, den man hierzulande Söller nennt.

Die Landschaft ist flach. Es gibt viele Baggerlöcher, Seen und Teiche sowie Endmoränen aus der Eiszeit, zum Beispiel den Oermter Berg, den Dürsberg etc. Angepflanzt werden Kartoffeln, Zuckerrüben, Gemüse und Obst sowie verschiedene andere Getreidesorten und inzwischen auch Raps.

Es ist eine schlichte und oft graubedeckte Landschaft. Und man fragt sich, warum Felicitas unbedingt zurückkommen will. Schlicht und erst auf den zweiten oder dritten Blick liebenswert hat diese Landschaft Felicitas Zeit und Muße geschenkt, Fahrrad zu fahren, zu gehen, zu schwimmen, mit Huskuk unterwegs zu sein, sich selbst erden und heimisch zu werden, ist ihr hier möglich. Es stimmt, was Hanns Dieter Hüsch sagte: „Der Niederrhein will angeguckt werden.“ Hier findet Ihr die Möglichkeit dazu mehr als den ersten Blick auf den Niederrhein zu werfen, die Umgebung kennen zu lernen:
http://www.niederrhein-nord.de/sonsbeck/. Mehr zur Prägung durch die Landschaft und über die Spezies des Niederrheiners könnt Ihr auch im folgenden Artikel dieses Blogs lesen:
https://felicitasblogblog.wordpress.com/2016/07/19/verbeugung-vor-hanns-dieter-husch-und-grundwissen-uber-die-spezies-des-niederrheiners/.

Und da ist ja auch noch die derbe aber doch auch herzliche Sprache, die so gut zur Landschaft passt, und die zum Verweilen und Flanieren einlädt. In gewisser Weise ist jede und jeder durch diese Sprache gut gerüstet, um wie Hanns Dieter Hüsch sagte, gut Gerüstet, um „Phantasie zu studieren“, was am Niederrhein besonders gut geht. Unter dem folgenden Link könnt Ihr einiges über das „Platt§ und die phantastische Tradition am Niederrhein erfahren:
https://felicitasblogblog.wordpress.com/2016/07/20/huskuk-und-ponter-draak-dem-niederrheiner-aufs-maul-geschaut/.

Liebe Grüße vom linken Niederrhein

Paula Grimm

P. S.: Und unter dem folgenden Link geht es zum Ebook, das größtenteils in Tannhuysen spielt: https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&url=search-alias=digital-text&field-keywords=Felicitas,+Paula+Grimm.